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Heimatverein Hundheim 2000 e.V.

23.11.2012: Morbacher Rundschau

Besuch der TRIFELSRUHE in Annweiler

Am 10. November 2012 besuchten wir mit einer Gruppe interessierter Bürger die Naturbegräbnisstätte TRIFELSRUHE in Annweiler/Pfalz.
Der dortige kommunale Förster Harald Düx ist Geschäftsführer der TRIFELSRUHE. Er zeigte und erklärte uns die Entstehung, den Werdegang und die Besonderheiten dieser Naturbegräbnisstätte anschaulich und interessant.
Wir waren sehr beeindruckt – nicht nur von dem Gedanken der Urnenbeisetzung auf einer Naturbegräbnisstätte, sondern auch von der Ruhe, der Kraft und dem Frieden, der von diesem naturnahen und parkähnlichen Wald ausging (trotz Regen ohne Unterlass).Parallel zu unseren vorhandenen Friedhöfen sehen wir diese Art der Bestattung als ein Zukunftsthema, auch für unsere Gemeinde, an.
Hier einige unserer Eindrücke:
Ralf Linn: Neben der eindrucksvollen Stimmung in dem Friedwald, die für mich eine ganz besondere und andere war als auf einem Friedhof, war für mich insbesondere die Idee des Lebensbaums interessant, d.h. dass man sich einen Baum pflanzen lassen kann, der uns dann im Leben begleitet, mit uns wächst und dann die letzte Ruhestätte wird.
Petra Schommer
: In den letzten Wochen hat sich manches Gespräch über dieses Thema ergeben. Ich bin sehr erstaunt, dass sich viele Bürger unserer Gemeinde bereits zu Lebzeiten einen Platz in einem Ruheforst gekauft haben, oder bereits dort beigesetzt wurden.
Theo Schommer
: Für mich ist der Gedanke der naturnahen Bestattung eine logische Folge, da sich so der Kreislauf des Lebens schließt.
Rainer Stablo
: Der Besuch der Trifelsruhe hat mich sehr darin bestärkt, weiterhin für eine naturnahe, kommunale Wald-Begräbnisstätte in unserer waldreichen Gemeinde Morbach zu werben.
Renate Tresch
: Ein Ruheforst oder ein Friedwald fehlt in der Einheitsgemeinde Morbach, es ist eine Alternative zu den gemeindlichen und kirchlichen Friedhöfen.
Ulrich Wilbert
: Ich sehe das Angebot naturnaher Bestattungen nicht als Konkurrenz, sondern im Gegenteil als Ergänzung zu den bestehenden kommunalen oder kirchlichen Friedhöfen. In der heutigen Zeit, in der die Arbeitsplätze immer seltener heimatnah liegen, entfällt durch ein solches Angebot auch das oftmals bestehende Problem der Grabpflege, durch auswärts wohnende Angehörige oder durch ältere, oftmals auch später körperlich beeinträchtigte Menschen.

Foto Gruppe
Ein Teil unserer Besuchergruppe in der Andachtsstätte "Blattwerk". Aber natürlich kann die Beerdigungsmesse auch in einer Kirche gefeiert werden, und anschließend erfolgt die Beisetzung der Urne in der Naturbegräbnisstätte.

Foto Stein

In Annweiler können Urnen nicht nur um einen Baum, sondern auch z.B. um einen Sandsteinfindling beigesetzt werden. Auf die Metallblätter (im Vordergrund auf dem Stein) kann z.B. ein christliches Symbol, Name, Geburts- und Sterbetag des Verstorbenen, und ein Spruch geprägt werden.

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